Wandern im Urlaub oder Wandern als Urlaub

Der deutsche Wanderverband hat in seinen vom Wirtschaftsministerium geförderten Studien zur Bedeutung des Wanderns in Deutschland herausgefunden, dass so gut wie jeder Zweite in Deutschland wandert. So weit so gut, aber was heißt das? Dass man nach einem gelungenen Sonntagsbraten sich für eine halbe Stunde bei Sonnenschein die Beine vertritt?

"Wandern ist eine Form des Gehens über längere (mehrstündige) Strecken in der Natur", so definiert es das Internet-Lexikon Wikipedia. Und weiter, in Bezug auf die Geschichte des Wanderns: "Die neue Art der Fortbewegung, das Wandern, wurde zum Symbol der aufklärerischen Emanzipation des Bürgertums vom Adel. Aufrecht im Gang blickte man nun in die Welt und beobachtete Volk und Natur ungetrübt von Kutschenfenstern. Zahlreiche aufklärerische Wanderer erkundeten im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts Europa zu Fuß und schrieben ihre Erkenntnisse möglichst objektiv nieder. Dabei lag ein besonderes Augenmerk auf den sozialen und politischen Gegebenheiten der durchwanderten Gebiete. Als schillerndstes Beispiel gilt oftmals der Leipziger Johann Gottfried Seume, der 1801 zu einer Fußreise nach Sizilien aufbrach und nach neun Monaten über Paris nach Leipzig zurückkehrte." (Quelle: Wikipedia)

Wandern ist Emanzipation. Wandern ist Dabei- und Mittendrinsein und nicht Drüberhuschen und Zuschauen. Wanderurlaub heisst demnach: Eine Auszeit vom passiven Zuschauen und der Einstieg ins aktive Erleben. Wandern - ganz philosophisch - ist der Weg zur eigenen Seele. Wanderurlaub ist Seelenmassage durch den Wadenmuskel.

1 Kommentar:

  1. Ich lade Sie zu den kältesten Ort der Erde. Ich rate Ihnen, diese Seite https://poseidonexpeditions.com/de/nordpol/ zu besuchen und erkunden den Norden wie ich. Ich habe schöne Bilder von Gletschern und Pinguinen!

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